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Praktischer Ratgeber

Reifenpanne auf der Autobahn: das richtige Vorgehen

Eine Reifenpanne bei 120 km/h auf der A1 zwischen Zürich und Bern oder in den Tunneln der A2 gehört zu den gefährlichsten Situationen am Steuer. Das richtige Vorgehen ist in wenigen Schritten erklärt — und einem Grundsatz: nie ein Rad auf dem Pannenstreifen wechseln.

1. Verzögern ohne hart zu bremsen

Halten Sie das Lenkrad fest, gehen Sie langsam vom Gas und ziehen Sie sich Richtung Pannenstreifen, ohne scharf zu bremsen. Ein geplatzter Reifen zieht das Auto zur Seite: rechnen Sie damit.

2. Möglichst weit rechts anhalten

Halten Sie auf dem Pannenstreifen, Räder Richtung Leitplanke eingeschlagen, Warnblinker ein. Ist eine Ausfahrt oder ein Rastplatz ganz nah und langsam erreichbar, ziehen Sie diese vor.

3. Auf der sicheren Seite aussteigen und hinter die Leitplanke

Ziehen Sie die Warnweste an, bevor Sie aussteigen, lassen Sie alle auf der Böschungsseite aussteigen und bringen Sie jede Person hinter die Leitplanke. Stellen Sie das Warndreieck in ausreichendem Abstand auf.

4. Die 140 (Strassenhilfe) oder die Polizei anrufen

Auf Schweizer Autobahnen rufen Sie die 140 (Strassenhilfe) oder die 117 (Polizei). Geben Sie Ihren genauen Standort durch: Autobahnnummer, Fahrtrichtung, Kilometerstein oder letzte passierte Ausfahrt.

5. Nicht auf dem Pannenstreifen wechseln

Der Verkehr rast in vollem Tempo am Auto vorbei: ein Radwechsel dort ist äusserst gefährlich und nicht zulässig. Warten Sie auf einen sicheren Einsatz oder lassen Sie das Fahrzeug an einen sicheren Ort bringen, bevor Sie etwas anfassen. Ein mobiler Reifenservice arbeitet erst, wenn das Auto ausserhalb des Verkehrs steht, nie auf der Fahrbahn.

Unser Handwerk ist der Reifen vor Ort — sobald Ihr Auto sicher steht. Wir schleppen nicht ab: dafür sind die Strassenhilfe oder Ihre Versicherung zuständig.

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