Viele neuere, in der Schweiz verkaufte Autos haben kein Reserverad mehr: stattdessen ein Pannenset (Dichtmittel + Kompressor) oder ein Notrad. Jede Lösung hat ihre Grenzen — besser, man kennt sie, bevor es zur Panne kommt.
Das vollwertige Reserverad
Am beruhigendsten, aber immer seltener. Es setzt voraus, dass man es sicher montieren kann — nie auf dem Pannenstreifen einer Autobahn. Prüfen Sie regelmässig den Druck: ein plattes Reserverad im Kofferraum nützt nichts.
Das Notrad
Kleiner und leichter, hilft es weiter, verlangt aber reduziertes Tempo (oft 80 km/h) und begrenzte Distanz. Es ist ein Mittel, einen sicheren Ort zu erreichen, nicht die Reise zu beenden.
Das Pannenset
Das Dichtmittel verschliesst einen kleinen Durchstich in der Lauffläche und füllt den Reifen so weit, dass man bis zum Fachbetrieb fährt. Seine Grenzen: wirkungslos bei einem Flankenschnitt, einem grossen Durchstich oder einem geplatzten Reifen — und es verschmutzt das Reifeninnere, was eine saubere Reparatur danach erschwert.
Wenn nichts reicht
Getroffene Flanke, Reifenplatzer, überfordertes Set: dann muss der Reifen ersetzt werden. Ein mobiler Service montiert den neuen Reifen (paarweise) dort, wo Sie sind, ohne dass Sie das Auto abschleppen lassen müssen. Der richtige Reflex bleibt immer derselbe: zuerst sichern, dann anfassen.